SILCA

DAS PRODUKT

Die nichtbrennbaren Brandschutzplatten Silca 250 SB, Silca T 300 und Silca 250 KM bestehen aus zellstoffverstärktem Calciumsilicat. Sie sind fest und trotzdem leicht. Die schnelle Montage der großen,abriebfesten Platten geschieht mit minimaler Staubentwicklung. Die weißen bis hellgrauen Platten gibt es mit roher oder geschliffener Oberfläche.

DIE EIGENSCHAFTEN

Silca 250 SB, Silca T 300 und Silca 250 KM enthalten außer Calciumsilicat nur einen geringen Anteil Zellstoff, so daß sie nichtbrennbar nach DIN 4102-A1 bzw. SOLAS 1974 sind. Die leichten Calciumsilicatplatten widerstehen im Brandfall Temperaturen bis zu 1100 °C. Sie sind druck- und biegefest bei guter Kantenstabilität. Sie sind leicht und formstabil und lassen sich selbsttragend einbauen. Silca-Platten ändern ihre Eigenschaften unter Normalbedingungen praktisch nicht.

DIE ANWENDUNG

Silca-Platten werden besonders für Brandschutzkonstruktionen mit langen Feuerwiderstandszeiten verwendet. Die Tabelle zeigt einige Beispiele.

Einsatzgebiete und Anwendungsbeispiele

    Hochbau:
    • Brandwände
    • tragende Stahlkostruktionen
    • Feuerschutztüren und -tore
    • Kabelabschottungen
    • Installations-, Elektro- und Lüftungskanäle
    Labortechnik:
    • Sicherheitsschränke für brennbare Flüssigkeiten
    Schiffsbau:
    • Feuerschutztüren

DIE WIRKUNG

Bei einem Brand steigt die Temperatur im Brandraum schnell an. Unter Testbedingungen sind nach 10 Minuten etwa 680 °C, nach 30 Minuten ca. 850 °C erreicht. Nach 120 Minuten sind es schließlich 1050 °C. Silca Brandschutzplatten verhindern hohe Temperaturen auf der gegenüberliegenden Seite. Beim einseitigen Erhitzen verzögert zunächst ein Kühleffekt den Temperaturanstieg, wenn adsorptiv gebundenes Wasser verdampft. Ab ca. 750 °C kühlt zusätzlich freiwerdendes Kristallwasser. Die langen Feuerwiderstandszeiten erreicht man mit den hervorragenden wärmeisolierenden Eigenschaften bei hohen Temperaturen. Es kann nur weinig Wärme durch die Brandschutzplatte fließen. Das geringe Gewicht der Platten vermindert nach Löschen des Brandes den Nachheizeffekt, weil nur kleine Energiemengen gespeichert sind.

DIE VERARBEITUNG

Calciumsilicatplatten lassen sich mit üblichen Holzbearbeitungsmaschinen zuschneiden. Zur Erstellung der Brandschutzkonstruktionen werden Schrauben, Klammern o. ä. Befestigungsmittel verwendet, in geschlossenen Konstruktionen auch Kleber auf Wasserglasbasis. Bei empfohlener mehrlagiger Arbeitsweise sollte ein Versatz von 200 mm eingehalten werden, damit keine durchgehenden Fugen entstehen. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören Arbeitshandschuhe und eine Staubmaske P2, die bei Staubbildung z. B. beim Sägen zu tragen ist. Maschinelles Zuschneiden sollte mit einer Entstaubung erfolgen.

DIE ÖKOLOGIE

Bei der Herstellung der Calciumsilicatplatten werden keine Treibmittel, Mineralfasern oder organischen Additive verwendet. Der Zellstoff ist elementarchlorfrei gebleicht. Ein Teil des für den Produktionsprozess notwendigen Wassers befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf. Calciumsilicat gilt als Bauschutt, so dass Restmengen und Abfall regional entsorgt werden können. Das Produkt­recycling ist teilweise möglich. Die Arbeitsgemeinschaft "Umweltverträgliches Bauprodukt e.V.",München, kommt zu dem Ergebnis: Silca-Platten sind umweltverträgliche Bauprodukte.


DIE LAGERUNG

Calciumsilicatplatten sind trocken und spritzwasserfrei zu lagern. Bei Freilagerung ist mindestens eine Folie zum Schutz vor Regen zu verwenden. Nasse Platten wiegen ein Vielfaches ihres Eigengewichtes und brechen deshalb leichter, Frost kann sie beschädigen. Vor der Verarbeitung müssen sie an einer luftigen und geschützten Stelle abtrocknen. Die durch die Nässe hervorgerufene graue Färbung verschwindet dann wieder. Teilweise auftretende rötlich-braune Verfärbungen der Oberfläche stammen aus dem Herstellungsprozess und sind ohne Qualitätseinfluss.

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